Wieso Keramikimplantate eine gute Alternative sind


Keramikimplantate sind heute mehr denn je in aller Munde. Ihre Hauptvorteile liegen in der Gewebeverträglichkeit sowie der geringen Plaqueakkumulation. Bereits seit längerer Zeit haben sich in der Dentalmedizin einteilige Implantate aus Keramik am Markt etabliert. Galten in der Vergangenheit zweiteilige Lösungen als zu risikoreich, hat sich in diesem Bereich viel getan.


Keramikimplantate: Wie alles begann


Seit Jahren setzen Zahnärzte bei Zahnimplantaten erfolgreich auf Titan. Der erste klinische Einsatz dieser Produkte liegt mehr als fünf Jahrzehnte zurück. Zeitgleich kam es zur Entwicklung von keramischen Implantaten aus Aluminiumoxid, die später ebenfalls in der klinischen Anwendung eingesetzt wurden.


Titan-Implantate haben sich seitdem als Goldstandard etabliert und werden zur Verankerung von herausnehmbarem und festsitzendem Zahnersatz verwendet. Mit seiner geringen Risszähigkeit hingegen konnte sich Aluminiumoxid als Werkstoff für die Implantatherstellung nicht durchsetzen.


Zirkoniumdioxid – moderne Hochleistungskeramik mit vielen Einsatzmöglichkeiten


Bei der Herstellung der Keramikimplantate hat sich das sogenannte Zirkoniumdioxid durchgesetzt. Der Werkstoff gehört zur Familie der Hochleistungskeramiken. Bei diesem Werkstoff ist eine besonders hohe Risszähigkeit vorhanden. Geschuldet ist sie dem Polymorphismus der zugrunde liegenden Gitterstruktur. Möglich sind


– monokline (Raumtemperatur bis 1'170 °C),